Uli Hoeneß ist nicht nur wütender Choleriker, sondern auch Visionär und ein warmherziger Mensch. Die FAZ lobt ihn als »Gutmensch im Kampfanzug« und seine neue Position bringt ihm große Lorbeeren ein. Der große Medienhype um Hoeneß begann irgendwann im Jahr 2009 im November und ist bis heute ungebrochen. Zwar ist er vor der Presse weniger auskunftsfreudig als Lothar Matthäus das ist, aber in hunderten Interviews, Statements und unüberdachten Kommentaren kamen doch stets die richtigen Antworten, auf die Fußball-Deutschland gewartet hat.
Das neue Buch "Das Prinzip Uli Hoeneß - Ein Leben für den FC Bayern" vom Fußball-Journalisten und Autor Christoph Bausenwein schlägt in diesem Zusammenhang nur noch mehr ein wie eine Bombe. Dieses Buch beschreibt den Facettenreichtum der Figur Uli Hoeneß und rückt ihn im Vergleich zu vielen anderen Autoren ins richtige Licht. In "Hier ist Hoeneß" beispielsweise wird die unvergleichliche Charaktäre von Uli weniger ausführlich und mit weniger Feuer beschrieben als tatsächlich hinter der Person steckt.
Zwar ist die Handlung hier eher lose, aber dennoch chronologisch strukturiert. Und doch ist die Botschaft eindeutig. Bausewein hat wirklich tief gegraben und hat die köstlichen Rosinen herausgepickt, die anderen Autoren nicht aufgefallen sind. Über Uli Hoeneß gibt es tatsächlich auch sehr viel zu berichten. Denn er hat ein überaus spannendes Leben gelebt, bevor er 1979 den sehr gelegen kommenden, vakanten Managerposten annahm. Im Alter von 27 Jahren musste er auf Grund eines irreparablen Knorpelschadens seine Fußballkarriere abbrechen.
Er war ein Spieler, der in kürzester Zeit alles erreichte, wovon andere nur träumen. Er verzeichnete eine Welt- und Europameisterschaft, war mehrfach Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger, außerdem dreimal Europapokalsieger und sogar Weltpokalsieger. Nun hat er sein Amt als Manager des Vereins zwar abgelegt, aber ist trotzdem aktiver denn je. Seit November 2009 ist er der Präsident des FC Bayern München e.V. und seit März 2010 sogar Vorsitzender des Aufsichtsrats der FC Bayern München AG.
Und so bleibt er nicht nur größter Romantiker des Fußballs, sondern auch größter Fan seines Vereins.